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bmk Gruppe startet Mobilität mit renewable Diesel

Zunächst mit 2 Firmen-PKW am Start: Es ist beschlossene Sache, die bmk Gruppe wird Schritt für Schritt die mineralischen Diesel-Kraftstoffe durch renewable Diesel ersetzen. Die ersten Erfahrungen werden im Einsatz von 2 Firmen-PKW gesammelt. Was sich im ersten Moment nach nicht viel anhört, wird am Ende des Rollout eine beträchtliche Dimension einnehmen. Die Einsparung an CO₂-Emissionen ist enorm.

Mehrkosten und Notwendigkeit wurden innerhalb der Gruppe konstruktiv diskutiert. In der Abwägung überwog die Erkenntnis, dass wer natürliche Ressourcen nutzt – in der Erden- und Steinindustrie tätig ist – auch verpflichtet ist der Natur etwas zurückzugeben. Allgemein stehen uns allen die natürlichen Ressourcen nicht endlos zur Verfügung. Deshalb müssen wir alle stetig an Erhalt und Erneuerung arbeiten.

Die bmk Gruppe geht hier einen großen Schritt weiter. Mit der neuen Jahressatzung wurde beschlossen, dass die Produktion mittelfristig auf CO₂-neutral umgestellt wird.

Auf dem Weg zur CO₂-neutralen Produktion

27.03.2024

Woraus wird renewable Diesel gewonnen?

Typischerweise erfolgt die Herstellung von renewable Diesel durch die Umwandlung von Pflanzenölen, tierischen Fetten oder anderen organischen Abfällen mittels Hydrotreating. Dieser Prozess entfernt Verunreinigungen und oxidiert die Ausgangsmaterialien, um einen hochwertigen Kraftstoff zu erhalten, der eine ähnliche chemische Zusammensetzung aufweist wie fossiler Diesel.

Beispielhafte erneuerbare Rohstoffe

Gebrauchtes Speiseöl

Tierische Fette aus Abfällen der Lebensmittelindustrie

Abfälle und Reststoffe aus der Pflanzenölverarbeitung

Fischfette aus Abfällen der Fischverarbeitung

Technisches Mais-Öl (Reststoff aus der Ethanol-Produktion)

Der renewable Diesel zeichnet sich durch den Vorteil aus, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Dies resultiert aus seiner Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen, wodurch lediglich das während des Pflanzenwachstums aufgenommene CO₂ freigesetzt wird. Im Gegensatz dazu setzt fossiler Diesel Kohlenstoff aus Lagerstätten frei, der über Millionen Jahre im Erdinneren eingeschlossen war.

Renewable Diesel wird als umweltfreundlichere Alternative betrachtet und wird weltweit in verschiedenen Regionen eingesetzt, um zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen beizutragen. Dies trägt dazu bei, die Umweltauswirkungen des Verkehrssektors zu minimieren.

Weil der Diesel nicht tot ist

Die Impact Assessment Study der Europäischen Kommission prognostiziert, dass auch 2030 Nutzfahrzeuge und LKW mit großem Abstand, mehrheitlich Diesel tanken. Auch wird die Mehrheit der Fahrzeuge in der EU weiterhin mit Verbrennungsmotoren fahren, selbst dann, wenn die Umstellung auf Elektrofahrzeuge schnellstmöglich voranschreitet.

Deshalb ist die Nutzung von erneuerbarem Diesel aus Rest- und Abfallstoffen ein wertvoller Beitrag, um die CO₂-Emissionen zu reduzieren.

Ziel: CO₂-neutrale Produktion in der bmk Gruppe

Offene Worte: Die bmk Gruppe stößt jährlich hohe Mengen CO² aus. Verursacht durch die Produktion von Baustoffen und deren Recycling und Rückführung. Erklärtes Ziel ist es diese Mengen zu reduzieren und an anderer Stelle auszugleichen. Die Einführung von renewable Diesel ist dabei ein Baustein von vielen.

Lesen Sie, wie die bmk Gruppe Verantwortung übernimmt

Bio Diesel vs. renewable Diesel – was ist der Unterschied?

Erneuerbarer Diesel, auch als HVO (hydriertes Pflanzenöl) bekannt, wird manchmal mit Biodiesel oder FAME (Fettsäuremethylester) verwechselt. Die wesentlichen Unterschiede zwischen diesen Kraftstoffen betreffen ihre chemische Zusammensetzung, ihre Leistung bei niedrigen Temperaturen und ihre Lagerungseigenschaften.

Zum Beispiel wird Neste MY Renewable Diesel™ durch einen Hydrotreating-Prozess (Hydrofinieren) hergestellt, was zu einem HVO-Dieselkraftstoff führt, der eine ähnliche chemische Zusammensetzung wie fossiler Diesel aufweist. Aufgrund dieser chemischen Ähnlichkeit kann erneuerbarer Diesel in allen Dieselmotoren bis zu einer Konzentration von 100 % oder als Gemisch mit fossilem Diesel in beliebigem Mischungsverhältnis verwendet werden.

Biodiesel und fossiler Diesel unterscheiden sich hingegen in ihrer Zusammensetzung, weshalb sie nicht als austauschbare Kraftstoffe gelten. Die maximale zulässige Konzentration von FAME-Biodiesel in einem Gemisch mit fossilem Diesel beträgt 7 %. Über einen FAME-Anteil von 7 % hinaus ist eine Anpassung des Motors erforderlich.

Ansprechpartner/Kontakt

Daniel Waibel
Leiter Strategie & Qualität
07133 186 12
daniel.waibel@bmk-steinbruchbetriebe.com

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